Eine Dachfläche muss nicht unbedingt exakt nach Süden ausgerichtet sein, um als Montagefläche für Sonnenkollektoren dienen zu können. Abweichungen aus der Südrichtung von bis zu 30° führen bei den in der Schweiz üblichen Dachneigungen nur zu geringen Einbussen. Selbst reine Ost- oder Westorientierungen können durch eine entsprechend vergrösserte Kollektorfläche ausgeglichen werden. Der Neigungswinkel einer Dachfläche kann zwischen 20° und 60° betragen, wobei flachere Neigungswinkel die Energieausbeute der Solaranlage im Sommer begünstigen und steilere die Solarerträge im Winter. Bei Flachdächern bieten wir Ihnen Aufständerungen an.
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Richtig dimensionierte Sonnenheizungen bieten die beste Gewähr für einen zufriedenstellenden Betrieb. Voraussetzung dafür ist eine möglichst genaue Kenntnis des Warmwasserverbrauchs. Bei Fragen beraten wir Sie gerne. Als Anhaltspunkt bei der Dimensionierung für eine Sonnenheizung für Warmwasser ergibt sich bei einem mittleren Wasserverbrauch pro Person und Tag eine Kollektorfläche von ca. 1 m2 pro Person.
Der Wassererwärmer dient zur Speicherung von Sonnenenergie über
strahlungsärmere Tage hinweg. Sein Volumen sollte etwa das 2-fache des
täglichen Warmwasserverbrauchs umfassen, das heisst ca. 100 Liter pro Person.
Gute Solarspeicher haben eine schlanke, zylindrische Form, damit sich im
Speicher eine gute Temperaturschichtung ausbilden kann (Wärme steigt nach
oben). Dies erlaubt eine optimale Nutzung des erwärmten Trinkwassers ohne das
eine unerwünschte Durchmischung entsteht.
Die Anordnung des Solarkreis-Wärmetauschers im unteren, kälteren
Speicherbereich bewirkt, dass der Kollektor in einem besseren
Wirkungsgradbereich arbeitet. Für die Nachheizung durch Oel oder Gas ist im
oberen Bereich des Wassererwärmers ebenfalls ein Wärmetauscher untergebracht
und garantiert somit immer für genügend Warmwasser. Zusätzlich kann auch
noch ein Elektroheizeinsatz eingeschraubt werden.

Der Solarkreislauf dient zum Transport der Sonnenwärme vom Kollektor zum
Warmwasserspeicher. Um Wärmeverluste gering zu halten, sollten die
Leitungslängen vom Kollektor zum Speicher möglichst kurz sein. Für Anlagen im
Ein-/Zweifamilienhaus reichen meist Kupferrohre mit einem Durchmesser von 15 mm
aus. Selbstverständlich müssen die Leitungen mit einer hochtemperatur- und
UV-beständigen Dämmung isoliert werden.
Die Umwälzpumpe sollte immer im kälteren Rücklauf des Solarkreises eingebaut
sein. Der Betriebsdruck kann über ein Manometer kontrolliert werden. Die beiden
Thermometer im Vor- und Rücklauf dienen zur einfachen Betriebskontrolle der
Sonnenheizung. Das Druckexpansionsgefäss nimmt die unterschiedlichen
Volumenänderungen der Wärmeträgerflüssigkeit auf. Es muss mindestens die
gesamte Wärmeträgerflüssigkeit aus den Kollektoren aufnehmen können.
Für eine Sonnenheizung zur Warmwasserbereitung ist ein einfacher Temperaturdifferenzregler ausreichend. Der Regler stellt über zwei Temperaturfühler fest, wann die Temperatur am Kollektor höher ist als im Speicher und setzt daraufhin die Solarkreis-Umwälzpumpe in Betrieb. Meist werden die Solarregler so eingestellt, dass die Umwälzpumpe einschaltet, wenn die Temperatur im Kollektor etwa 5-8°C höher ist als im Speicher. Sinkt diese Temperaturdifferenz auf ca. 2 °C ab, wird die Umwälzpumpe wieder ausgeschaltet.
Sollten Sie ein Haus bauen oder umbauen, denken Sie daran, dass für den späteren Einbau einer Sonnenheizung heute schon einige Abklärungen notwendig sind. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Trotz ausgewählter Materialien und einem "Super"-Absorber, so hat auch ein Flachkollektor etwas Verluste (siehe unten). Bei einem Vakuum-Röhrenkollektor sind diese Verluste bedeutend kleiner.
